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Interview geführt von Stephan Gonzo im WireWorld Studio Nashville, Tennessee

Stephan: Gut, dann wollen wir mal. Unsere Mitarbeiter haben sich ein paar fiese Fragen einfallen lassen.

Wenn man Deinen Namen bei Google eingibt, ist der dritte Treffer direkt deine Discographie, die ja nun wirklich sehr beeindruckend ist. Vielleicht magst du uns zuerst ein bisschen was über dich erzählen. Wie kommt man, als gebürtiger Wuppertaler, auf die Idee, die größten Bands des weltweiten Metal Rock und Hardrock Genres zu produzieren und in Nashville, Tennessee ansässig zu werden?

Michael: Oh, eine ganz lange Frage. Ok, fangen wir vorne an. Ich habe angefangen mit der Band, die später Accept hieß. Da war ich der Gitarrist und bin mit dem Udo, dem Sänger von Accept, aufgewachsen und bin so in die Musik reingekommen. Musik und Elektronik haben mich immer interessiert. Irgendwann wurde ich dann nach Hamburg eingezogen und dann war es das natürlich mit dem Proben und auch mit der Band. Ich bin dann in Hamburg ansässig geworden und hab dann für eine Firma gearbeitet, die Röhrenverstärker, Mischpulte und Co hergestellt haben. Und über dieses Ding bin ich in die ganze Studiokiste reingekommen. Irgendwann habe ich in Hamburg Leute kennengelernt, die mir ein Studio bauen wollten. Die hatten eine deutsche Country Band und die hießen Tennessee“ glaub es oder nicht (lacht). Also haben wir 1979 das Tennessee“ Studio in Hamburg eröffnet. Da hab ich dann Don Dokken (Dokken, amerikanische Glam Metal Band, Anmk. von Dennis) kennengelernt, der da gerade auf Tour in Deutschland war. Und wir haben direkt harmoniert. Don hat mich in die USA eingeladen, ich bin hingeflogen, sehr zu berraschung von Don (lacht) und schon nach dem ersten Besuch war mir klar, dass ich in die Staaten ziehen muss. Die Möglichkeiten hier waren einfach ganz anders und viel größer. Ein Jahr später hab ich das dann direkt realisiert. gezogen. Da war ich sechs Monate. Allerdings war da die Economy sehr schlecht. Ich hatte keine Green Card, also keine offizielle Arbeitserlaubnis, was sehr schlecht gewesen ist. Nach sechs Monaten kam dann der Udo wieder rüber, der wollte mit Van Halen auf Tour gehen. Und der hat mich dann gefragt, ob ich da nicht den Sound machen will. So bin ich immer hin und her getingelt, weil Los Angeles mich schon sehr gereizt hat. zu Mötley Crüe, und bin dann über diese Schiene in das ganze Metier reingerutscht. Ich war also schon immer ein Metal Head (lacht). Mit Overnight Success“ war da nix. Es ging Schritt für Schritt. Man macht eine Band, dann hört das ein A (Artists and Repertoire, Anmk. von Dennis), findet gut, was man schon so gemacht und dann gibt es den nächsten Auftrag für eine größere Band.

Stephan: Wer war denn dein erster großer Erfolg?

Michael: Die erste große Band war X“ eine Underground Punk Band. Die Plattenfirma wollte allerdings aus der Underground Band eine Pop Band machen und ich, zu dieser Zeit noch leicht grün hinter den Ohren, hab das gemacht. Damals hab ich noch nicht gemerkt, wie fucked up“ es eigentlich ist, eine Band umzudrehen“, was mir auch prompt viel negative Presse eingebracht hat allerdings auch den ersten Hit. Und dadurch ging es dann steil bergauf. Under Lock and Key“ von Dokken war dann 1985 die erste Platte in meiner Diskographie, die auch direkt mal 2,5 Millionen Exemplare abgesetzt hat.

Gonzo: Und wie bist du dann hier nach Nashville gekommen?

Michael: Nashville war eine ganze Ecke später. für drei Erdbeben, sieben Fluten und zwei Aufstände. Irgendwann hat man dann mal die Nase voll. Nach dem letzten Erdbeben hab ich dann gedacht: Ok, das wars. Ich muss hier weg. Dann rief mich der Gitarrist von Accept an und hat gesagt, dass sie die nächste Platte hier in Nashville machen wollen. Und dann bin ich hier hingekommen und habe mich direkt in die Stadt verliebt. Die ganze Stadt hat da schon Musik geatmet.

Gonzo: Ist damals schon viel los gewesen mit der Metal Szene, oder hat sich das da erst alles entwickelt?

Michael: Nein, wir haben die ganze Entwicklung mitgemacht. Die Leute haben durch mich und andere Leute gehört, wie cool es in Nashville ist und sind dann auch hierhin gezogen. gelebt hatten, zogen so hier hin (lacht). Selbst die Ansässigen wollten, dass ich keinen Country mache, sondern Rock.

Stephan: In den USA ist der Produzent oft ein sehr wichtiger Mann, der auch hin und wieder in der ffentlichkeit steht, großen Respekt der Künstler gezollt bekommt und deren Gesichter und Namen man kennt. Man denke an Rick Rubin oder sehr populäre Rap Produzenten. In Deutschland ist das bis auf ein paar Beispiele aus dem Hip Hop und Pop zumindest gefühlt anders. Wie unterscheidet sich das Arbeiten mit Bands in den USA von dem, in Deutschland? Würdest Du sagen, dass amerikanische Künstler das Handwerk des Produzenten/Tonmischers eher zu würdigen wissen, als europäische?

Michael: Naja, ich bin seit 1980 hier ansässig, praktisch also den gesamten Teil meiner professionellen Karriere und habe daher von der deutschen Musiklandschaft nicht viel mitbekommen. Ich weiß also gar nicht so richtig, wie es als Produzent in Deutschland ist. Hier war es aber so, dass der Produzent praktisch der Mann für alles gewesen ist. Für alles verantwortlich: von der Musik, über das Studio und den Engineer, fürs Budget, teilweise für die Flüge, also du musst für alles unterschreiben. Inzwischen sieht das ein bisschen anders aus. Wenn man heute jemanden trifft, der sich Produzent nennt und ihn fragt, was er macht, dann antwortet er: I put beats together.“ Nee Junge, du bist kein Produzent.

Stephan: Der Produzent, zumindest der klassische, war ja praktisch die Mutter der Kompanie“.

Michael: Genau. Rundum Betreuung ist das, was ich mache. Selbst das Studio auszufegen gehört dazu (lacht).

Gonzo: Kann man vielleicht sagen, dass die Musiker, die Erfolg haben wollen, sich eher an einen Produzenten anlehnen, um irgendwie einen Einstieg zu bekommen und darauf zu hoffen, dass der Produzent das dann so formt, dass es erfolgreich wird?

Michael: Ja, so kann man das sehen. Bands gucken sich hier die Arbeit eines Produzenten an, den sie mögen und sagen dann vielleicht: Hier, so wie Band XY, die du gemacht hast, würden wir auch gerne klingen.“ Dann legen sie ihre Arbeit, ihr Ergebnis der Demos und alles andere in meine Hände und dadurch schenken sie mir natürlich jede Menge Vertrauen. Ich werde oft als das sechste Mitglied der Band angesehen. Also, um die Frage abzuschließen: Dem Produzenten wird hier in den USA, so schätze ich mal, eher etwas überlassen, als in Deutschland.

Stephan: Metallica sind eine große Konstante im Metal/Hard Rock Bereich, und unumstritten die wohl kommerziell erfolgreichste Band, die mit Thrash Metal einst zu Ikonen des Genres wurden. Eines ihrer besten Alben, Master of Puppets“, ging über dein Mischpult. Wie würdest du heute, 30 Jahre später, das Album beurteilen, und welchen Stellenwert nimmt es in deiner kompletten Schaffenshistorie ein?

Michael: Naja, eine Sache ist natürlich klar: Wenn man an so einem Album von so einer Band sitzt und daran arbeitet, dann weiß man anfangs nie, was hinterher dabei rauskommt. Die Jungs hatten direkt eine klare Richtung vor Augen, wussten ganz genau, was sie machen wollten. Das ist in die ganze Produktion sehr stark eingeflossen. Dann kam mein Einfluss und dadurch ist das vielleicht dann noch etwas runder“ geworden.

Stephan: Klar, das ganze Album klang dann natürlich noch viel fetter als die Vorgänger, war vielleicht kompositorisch noch ein bisschen reifer. Das klassische dritte Album halt.

Gonzo: Ich könnte mir auch vorstellen, dass das kein ganz einfacher Prozess war, Metallica in einen neuen, etwas kommerziell erfolgreicheren Sound zu packen, oder?

Michael: Es war so, dass ich da durch Cliff Burnstein, der damals auch Def Leppard und Metallica gemanagt hat, an die Sache gekommen bin. Der hatte damals die Vision, dass er gesagt hat: Ja, die Jungs sind gut, aber sie müssen sich weiterentwickeln. Und dafür nehmen wir den Wagener.“ Das hat der Band natürlich anfangs gestunken (lacht), aber wir haben uns dann super zurecht gefunden und waren am Ende auch alle sehr mit Master of Puppets“ zufrieden. Dass das so ein dickes Ding wird, damit hat keiner von uns gerechnet.

Stephan: Was unsere Mitarbeiter noch total interessant finden, bevor wir dann auf die Onkelz und MEMENTO“ zu sprechen kommen ist, dass Du Interessierten und Musik Lehrlingen Workshops im WIREWORLD STUDIO anbietest. Das ist natürlich zum einen vermutlich ein willkommenes Geschenk für die, die Mal ein bisschen Hard Rock Glamour Luft“ schnuppern wollen, und zum anderen wahrscheinlich auch ein einmaliges Vergnügen. Was muss man sich unter so einem Workshop vorstellen? Kann man da auch als rein Interessierter etwas mitnehmen, oder sind das in aller Regel junge Musiker, die sich Tipps und Tricks von einem Fachmann holen wollen?

Michael: Das ist vor allem eins: Nicht geschenkt! (lacht laut). Im Ernst: Also das ist so ein zweites Standbein, das ich mir aufgebaut habe. Ganz einfach, weil ich ja eh immer hier bin und es dadurch auch eine Menge Wissen gibt, dass ich an Leute weitergeben kann, die sich dafür interessieren. Da kommen dann ganze Gruppen aus allen möglichen Ländern, die stehen dann hier und ich zeige ihnen anhand eines Songs, wie produziert wird. Vom Demo bis zum Einspielen im Studio. Dann zum Mix bis zum finalen Master. Das alles machen wir mit einem Song in sieben Tagen also sehr ausführlich. Und dann kann man mich noch anheuern, um in anderen Studios eine beratende Funktion einzunehmen. Wenn man so will, erkläre ich dann den Besitzern ihre eigene Technik (lacht).

Stephan: Okay, jetzt zu uns. Zu den Onkelz. Klar, Eingangsfrage: Wie hast du die Band kennengelernt?

Michael: Durch Gonzo. Der hat mir eine E Mail geschrieben. Ganz klassisch (lacht laut).

Stephan: Gut, die interessantere Frage ist ja eigentlich, wie wir auf dich aufmerksam geworden sind

Gonzo: So ist es. Wir haben durch den Kiss Manager Doc McGhee den Kontakt hergestellt. Den haben wir über Ossy Hoppe in München kennengelernt und da dachten wir, dass es für uns als Band gut wäre, wenn wir dir mal schreiben (Gelächter). Ich habe ja schon ein paar Mal in den USA aufgenommen und du warst uns allen natürlich ein Begriff. Darauf hatten wir alle Bock.
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